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RACHEL HARRIS

Rachel Harris

wurde in Malmö/Schweden geboren und studierte zunächst moderne Geige, später Barockgeige bei Clare Salaman am Welsh College of Music and Drama in Cardiff/Wales.

Nach ihrem Abschluss mit Auszeichnung führte sie ihre Studien am Royal College of Music in London bei Alison Bury fort. Sie war Stipendiatin des Countess of Munster und der DAAD. In Deutschland absolvierte sie Aufbaustudien an den Musikhochschulen Trossingen und Würzburg, letzteres schloss sie mit dem Solistendiplom bei Prof. Gottfried von der Goltz, Konzertmeister des Freiburger Barockorchesters, ab. Außerdem spielt sie Bratsche, Viola d‘amore und Viola da gamba. In ihrer Freizeit spielt sie Horn.

Regelmäßige Auftritte, auch solistisch, hatte sie unter anderem mit dem Freiburger Barockorchester, Balthasar-Neumann-Ensemble, Cantus Cölln, Lautten Compagney Berlin und La Banda Augsburg. Andere Ensembles und Orchester in denen sie mitgewirkt hat sind Orchestra of the Age of Enlightenment, Florilegium, Musica Alta Ripa, Ensemble Resonanz, Deutsche Kammerphilharmonie und Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.

Seit 1997 ist sie Mitglied im englischen Kammermusikensemble The Brook Street Band. In 2007 gründete sie das Ensemble Schirokko Hamburg. Bei beiden Ensembles wirkt sie als Konzertmeisterin und Leiterin und hat zahlreiche CDs produziert, die mit besten Kritiken belohnt wurden.

2017 ist ihre Solo-CD »augustes auspices« erschienen. Darauf sind alle Sonaten und Partiten von J.S. Bach, sowie J.P. von Westhoffs Sechs Solosuiten zu hören. Mit Auszügen aus diesem Programm konzertiert sie regelmäßig deutschlandweit.

Publikationen:

Portrait in »Hier spielt die Musik! Tonangebende Frauen in der Klassikszene« von Brigitte Beier und Karina Schmidt, AvivA Verlag, erschienen September 2011.

»Orchestral Technique« von Rachel Harris. Anregungen für angehende Orchestermusiker in der Alten Musik-Szene, auf Englisch.

RONDO Dezember 2017

"...Rachel Harris geht diese komplexe Musik mit großer Spielfreude und Impulsivität an. Deutlich forscher als mancher andere Interpret vor ihr greift sie etwa auf Bachs Fugen zu, deren spieltechnische Herausforderungen für sie irgendwo auf jenem Weg zu liegen scheinen, den sie auf ihrer visionären Reise zu einer Verwirklichung dieser so schwer zu verwirklichenden Musik hinter sich gelassen hat. Klar, möchte der abgebrühte Konsument perfekt designter Musikkonserven sagen: Perfekte Technik ist Voraussetzung. Aber bei diesen Violinsoli bewegen wir uns auch heute noch im Grenzbereich nahezu transzendenter Anforderungen gleichermaßen an Fingerfertigkeit und Intellekt des Interpreten, zumal wenn auf Basis historischer Quellen und mit historischem Instrumentarium gearbeitet wird. Das Endergebnis, so möchte man meinen, ist dann Spiegelbild einer erfolgten tiefgreifenden Auseinandersetzung mit der Musik als solcher und der Problematik ihres realen Erklingens im Hier und Jetzt – und in diesem Fall eben eine sehr erfolgreiche Auseinandersetzung, wie auf diesen CDs hautnah zu erleben ist."

Stereoplay Januar 2018

"...Den Kosmos, den Bach auf vier Saiten bannt, erkundet die Barockgeigerin mit unverbrauchter Neugier, die das Staunen vor überraschenden harmonischen Wendungen, vor polyphonen Finessen nicht verlernt hat. Ohne den Werken eine Deutungshoheit aufzuzwingen lässt sie die Noten sprechen: differenziert in der Artikulation, unverzärtelt kantabel im Andante der a-Moll-Sonate, mit spielerischem Charme in der E-Dur-Partita und konstruktiver Klarheit in den Fugen. Kinetische Energie erzeugt sie ohne Raserei aus dem natürlichen Puls heraus. Und die große Chaconne zeichnet ihr souveränes statt aufdringliches Temperament als Kammerspiel der Intensitäten und Identitäten von Ausdruck und kompositorischer Faktur."

 

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