AGBs

Allgemeine Bedingungen zum Konzertvertrag
1. Projektrahmen
Das Ensemble steht dem Projekt laut Projektplan gemäß Punkt 10 des Vertrages zur Verfügung. Der Veranstalter infor­miert das Ensemble bei Vertragsabschluss über die weiteren Mitwirkenden in dem Projekt. Kurzfristige Änderungen und Ergänzungen des Projektrahmens bedürfen stets einer ausdrücklichen und schriftlichen Zustimmung des Ensembles.
2. Honorare, Steuern und Abgaben
Der Veranstalter zahlt das Honorar innerhalb sieben Werktage nach dem Projektende per Überweisung auf das un­ten genannte Konto des Ensembles. Das Honorar schließt, soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart, alle Nebenkosten, Steuern, Spesen und Provi­sionen ein. Das Ensemble verpflichtet sich mit der Unterzeichnung des Vertrages, die ihm oblie­genden Steuern und Abga­ben (inklusive Künstlersozialabgabe) aus dem Honorar eigenständig abzuführen. Das Ensemble ist laut § 4 Nr.20a des UStG von der Umsatzs­teuer befreit.
3. Ausfall, Absage
Sollten bei einem der Vertragspartner Gründe eintreten, die die Erfüllung des Vertrages verhindern oder seine Er­füllung in Frage stellen, so hat er unverzüglich nach Kenntnis dieser Gründe den anderen Vertragspartner zu benachrichtig­en. Bei Erkrankung eines Ensemblemitglieds bemüht sich das Ensemblemanage­ment um vollwertigen Ersatz. Ist dies nicht möglich und verkleinert sich die Ensemblebesetzung demgemäß, so ist der Veranstalter unverzüglich in Kennt­nis zu set­zen. Ggf. tritt eine entsprechende Ermäßigung des Honorars ein. Kommt der Veranstalter mit der Annahme der Dienste des Ensembles in Verzug, so kann das Ensemble für die nicht ge­leisteten Dienste das vereinbarte Honorar verlangen, ohne zur Nach- oder Ersatzleistung verpflichtet zu sein. § 615 Satz 2 BGB wird abbe­dungen.
Der Veranstalter kann die Dienste des Ensembles ganz oder teilweise vor Projektbeginn stornieren (Vertragsrück­tritt). In diesem Fall steht dem Ensemble ein gestaf­felter Anteil des vereinbar­ten Hono­rars (bzw. seines stornierten Teils) zu. Die­ser bemisst sich wie folgt:
– bei Absage 6 Monate bis 12 Wochen und ein Tag vor Projektbeginn: 20 %
– bei Absage 12 bis vier Wochen und ein Tag vor Projektbeginn: 50%
– bei Absage ab 4 Wochen bis direkt vor Projektbeginn: 80%
Das Ensemble muss sich jedoch den Wert desjenigen anrechnen lassen, was es infolge des Unterbleibens der Dienstleis­tung erspart oder durch anderweitige Verwendung seiner Dienste erwirbt oder zu erwerben böswillig unterlässt.
Kann das Projekt wegen höherer Gewalt, unabwendbaren behördlichen Maßnahmen oder Streik nicht stattfin­den, ist das Ensem­ble von der Dienstverpflichtung und der Veranstalter von der Zahlung des Honorars entbun­den, außer es besteht von Seiten des Veranstalters eine entsprechende Versicherung. In diesem Fall steht dem Ensemble der ver­sicherte Anteil seines Honorars sowie der Fahrtkosten zu. Sofern das Ensemble bereits Teile der Leistung erbracht hat, wird in jedem Fall das anteilige Honorar ge­schuldet. Dies gilt auch für dem Ensem­ble bereits entstandene Kos­ten und Pauschalen.
4. Aufzeichnungen
Ohne vorherige Zustimmung durch das Ensemble dürfen keine Foto-, Audio- oder Videoaufzeichnun­gen und keine Über­tragung oder jede andere Art der Veröffentlichung der Proben, und/oder des Konzerts in Rundfunk oder Fernsehen er­folgen. Das Ensemble kann für interne Zwecke Foto-, Audio- und Videoaufzeichnun­gen von Proben und Konzerten erstellen. Eine späte Veröffentlichung erfolgt erst nach Zustimmung aller Beteiligten, die vom Ensemble zusätzlich eingeholt wird.
5. Politische und werbende Veranstaltungen
Politische Veranstaltungen, Veranstaltungen von Parteien oder Veranstaltungen, die kommerziellen Werbe­zwecken die­nen, sind dem Ensemble vor der Vertragsschließung als solche zu benennen. Verstößt der Veranstalter gegen diese Verpflich­tung, kann das Ensemble die Erbringung der Leistung ganz oder teilweise verweigern, ohne sei­nen Anspruch auf das vollständige Honorar zu verlieren.
6. Sonstiges
Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen zu ihrer Wirksamkeit des beiderseitigen Einverständnis­ses und der Schriftform. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksam sein, wird die Wirksamkeit der übrigen Be­stimmungen davon nicht berührt. Die Parteien verpflichten sich, anstelle der unwirksamen Bestimmung eine dieser Be­stimmung möglichst nahekommende wirksame Regelung zu treffen.

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